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Dein zweites Gesicht
Wo ist ein Ort im Orion, der Traum geht mir rückseitig auf, ich ertaste durch Jahre dein schlafwarmes Haar, deine Lider, ich lese | dein zweites Gesicht | zeigt ein Lächeln | in sternklarer Nacht | brennen Bündel von Licht unsern springenden Punkt |
unter Schichten von Haut | hört man nichts als die Glocken | um dreiviertel eins | hängt der Mond | an versponnenen Fäden | durchtanzten wir tiefgrüne Meere, wir lachten und tanzten und wüssten nicht wie.
Wenn d nüme weisch, wer d bisch
Wenn s di packt, uf allne Viere uf mi ufestiigsch, de hanget d Mähne, Fäde, stiif und schwarz. De Schiin vom Mond, wo wider Hunger het, verlauft sich uf dis Gsicht, e faade Schlirgg am offne Muul.
Bäll doch! Bäll doch, fuuch doch, biiss doch!
Du stierisch vor di hii und luurisch vergässe, wund und wiit. «Chumm, gang doch!», seisch am halbi drüü. Silbefätze, nüt als Chuderwälsch. Du starrsch mi aa, wi wenn d di sälber gsächsch, und zucksch und schwigsch und weisch vo nüt.
Chratz doch! Chratz doch, gingg doch, spöitz doch!
I nimm di still i d Arm und säg der tüüf mi Puls is Ohr, bis d ändlich ab mer abegheisch. Du rollsch di ii, i deck di zue und lueg di aa, bis d wiiterschlafsch. Und niemer weiss am nächschte Morge meh als du, wenn d nümme weisch, wer d bisch.
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