AktuellBiografischesBibliografieWerke/LeseprobenHörbeispieleFeuilletonProjekteVertonungenKontakt Bild Andreas Neeser

Sehr geehrter Herr Rektor Bürki,
nach all den Jahren möchte ich etwas klarstellen. Als der junge Gymnasiallehrer Neeser bei Ihnen um einen halbjährigen unbesoldeten Urlaub nachsuchte, war er wirklich entschlossen, eine Dissertation zum Thema «Die literarische Darstellung von traurigen Stimmungen vom mittelhochdeutschen höfischen Roman bis zu Goethes Werther» zu verfassen. Dass er dann statt dessen an seinem ersten Roman geschrieben hat, dürfen Sie nicht persönlich nehmen, d.h., dürfen tun Sie natürlich schon, bloß: Seien Sie versichert, die literarische Arbeit ist ihm mit Sicherheit schon damals besser bekommen als die wissenschaftliche.
Deshalb: herzlichen Dank für Ihr Verständnis.
Freundliche Grüße
Andreas Neeser

Schattensprünge, Roman, 1995

Geschichten haben mich immer interessiert, weil sie keine Romane sind und dennoch welche enthalten.
Geschichten beginnen immer als Bild.
Sie sind fast nie lustig.
Vielleicht hat das mit dem Alter zu tun.

Tote Winkel, Erzählungen, 2003

Wie viel Kürze liegt vor dem Verstummen? Die Frage ist berechtigt, wenn auf einen Band mit Geschichten nicht Kurzprosa folgt (darin läge ja noch ein gewisser Trost), sondern Kürzestprosa.
Notate.
Kürzer kann ich nicht mehr.

Lauter Zwischenton, 15 Notate, 2004

Im Ernst: Irgendwie geht es immer weiter. Und nach dem Regen scheint die Sonne. Oder: Wie meine Mutter jeweils sagte: «Wenn du meinst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.» Sie hatte recht. Der nasse Hund ist wohl mein hellstes Buch.

Die Sonne ist ein nasser Hund, Miniaturen, 2006

Herr Bürki? Hallo? Sind Sie noch da? - Ich wollte nur sagen: Erinnern Sie sich? 15 Jahre sind das her. Und meine Texte werden wieder länger. Und das will etwas heissen!

Unsicherer Grund, Erzählungen, 2010.